Autor Thema: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte  (Gelesen 274 mal)

Offline MR7

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HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« am: 01. Oktober 2019, 17:28:26 »
Hallo allerseits,

Besteht die Möglichkeit auf einem Intel Rechner (Windows) eine virtuelle Festplatte für einen HP-UX Risc Rechner (HP9000 HP-UX Workstation 712/100) bzw. dessen Betriebssystem einzurichten?

Vielen Dank für eure Einschätzungen
Greez MR7

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HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« am: 01. Oktober 2019, 17:28:26 »

Offline Jerry

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #1 am: 02. Oktober 2019, 15:11:25 »
Moin,

ich bin nicht sicher ob ich Deine Frage richtig verstehe - möchtest Du einen Emulator / VM um HP-UX ausführen zu können, oder möchtest Du ein Festplatten-Image (HP-UX nutzt m.W. eine Art LVM) auslesen bzw. für einen HP-UX Client bereitstellen?

Emulatoren habe ich für Windows bislang noch keine gesehen (was nicht heißen muss, dass es keine gibt), und für eine echte VM sind die CPU-Architekturen m.E. zu unterschiedlich als dass das funktionieren könnte. "Dampf" genug für eine Emulation müssten moderne CPUs hingegen schon haben.

Aber vielleicht magst Du etwas präzisieren was genau Du vorhast ;)

LG
Jerry
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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #2 am: 04. Oktober 2019, 15:02:02 »
Hallo Jerry

Vielen Dank für dein Interesse an meiner Fragestellung. Die Ausgangslage ist ein auf DVD gebranntes Betriebssystem einer HP-UX 9000 712 Risc Workstation. Gerne würde ich den HP-Rechner wieder zum Leben erwecken, habe aber keine physische Maschine dazu.

Dei Frage ist nun, inwieweit dieses UX-OS auf einer virtuelle Festplatte in einer Intel-Architektur überhaupt "lebensfähig" wird. Oder komme ich nicht um einen physischen Risc-Rechner herum? Oder gibts allenfalls alternative Lösungen?

Greez
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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2019, 15:01:28 »
Es gibt gegenwärtig keine Emulation, die das kann. Du wirst einen echten physischen Rechner brauchen.
Je nachdem, welche HP-UX Version es ist, wäre es wohl einfacher eine etwas modernere HP9000 zu besorgen, denn die 712 ist schon ziemlich alt und es ist nicht mehr möglich ganz beliebig eine zu kaufen ohne viel Geld auszugeben. Andere HP9000 Modelle kann man viel einfacher bekommen mittlerweile.

Offline MR7

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2019, 08:01:40 »
..vielen Dank für eure Einschätzungen. Dann mach ich mich ml auf die Suche nach einem Rechner.

Greez
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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #5 am: 10. Oktober 2019, 11:47:57 »
Hallo zusammen,

Habe die Möglichkeit eine HP Visualize B1000 zu erwerben. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich bei diesem Rechner um ein Nachfolgemodel der PA-RISC-Workstation. Wie gross schätz ihr die Chancen, dass ich mit dem vorhandenen Harddisk Image (HP9000 HP-UX Workstation 712) Betriebssystem und Software auf der B1000 zum laufen bringe?

Greez
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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #6 am: 10. Oktober 2019, 14:44:08 »
..ergänzend:

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, beinhaltet der HP B1000 ebenfalls eine PA-RISC CPU. Im Gegensatz zum HP 9000/712 ist diese aber mit 64-bit getaktet...

Offline Unix-Handwerker

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #7 am: 14. Oktober 2019, 20:22:07 »
Wenn Du das Abbild einer Installation auf der DVD hast, wird das nichts, weil Du schon mal einen anderen Kernel brauchst.  Wenn es eine Install-DVD ist, dann kommt es auf die Version an:

https://www.openpa.net/hp-ux_unix.html

Eine 712 ist eine sehr kleine Maschine, d.h. langsam und mit wenig RAM.  Eine B1000 ist schon besser, wenn sie billig ist.  Auf Ebay bietet ein Händler billig diverse C3700 an, die schon recht nett sind.  Ich habe mir so eine gekauft und betreibe sie mit HP-UX 11.11.  Deinen Fragen nach kennst Du Dich mit HP-UX nicht aus, warum warne ich Dich: Es ist alles komplizierter als z.B. bei Solaris.  So gab es z.B. die DVDs wenigstens teilweise in verschiedenen Versionen, und spätere Maschinen wurden dann oft nur von späteren Versionen unterstützt, die Du ausser am Datum erstmal nicht erkennst, weil es das gleiche OS ist.  Die OS kommen pro Version auch noch in verschiedenen Distributionen daher, die sich in Treibern und extra Software unterscheiden.  Ein Albtraum.

Die Frage heisst also: Was genau willst Du? Nur die Dateien lesen? Dich mit viel Aufwand in obskure und obsolete Dinge einarbeiten?

Michael

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #8 am: 16. Oktober 2019, 13:30:09 »
Hallo Michael

Wie du richtig erkennst, sind meine Kenntnisse beschränkt. Ich habe lediglich den Wunsch ein Unix-Betriebssystem und ein Programm, mit welchen ich zwischen 1998 und 2006 gearbeitet habe, wieder zum Leben zu erwecken. Da ich als Ausgangslage eben nur ein Abbild der gesamten Festplatte auf DVD habe, stellte sich diese Frage, mit welcher ich an dieses Forum gelangt bin.

Aufgrund deiner Rückmeldung ist meine Frage mit Nein zu beantworten. Insofern konntest du mir helfen, vielen Dank.

Greez
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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #9 am: 16. Oktober 2019, 18:32:16 »
Ist das Programm im Quellcode auf der DVD? Dann könnte man das mounten und nach Linux portieren.  Ansonsten brauchst Du eine 712 oder wenigstens eine HP, auf der das gleiche OS läuft, wie es auf der DVD ist.

Ich habe eben nochmal gesucht und Du könntest Glück haben:

https://astr0baby.wordpress.com/2019/04/28/running-hp-ux-11-11-on-qemu-system-hppa/

Auf der B160 läuft HP-UX 10.20 und es ist ein 32 bit System, d.h. vielleicht kannst Du 10.20 auf dem Emulator laufen lassen.  1998-2006 bedeutet eine gewisse Chance, dass auf der 712 auch 10.20 lief und nicht HP-UX 9.  Wenn Du den Emulator unter Linux ans Laufen bringst, kannst Du ihm den DVD-Inhalt evtl. als virtuelle disk geben.

Michael

Offline Jerry

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #10 am: 18. Oktober 2019, 10:18:58 »
War grad auch mein spontaner Gedanke - in dem Fall braucht man vielleicht nicht unbedingt eine Emulation sondern tatsächlich nur eine Möglichkeit, das Disk image zu mounten - jede moderne Linux-Distribution sollte über alle nötigen Tools verfügen, das Programm vom Source wieder neu zu bauen. Ist mir sogar mit uralten Quellen einer Software gelungen, an der ich zuletzt vor 25 Jahren gearbeitet habe ;) (Allerdings lief das nicht nur auf HP-UX sondern auch unter SunOS, DG/UX und Interactive und war noch auf Tape gesichert... ach ja...)
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Offline lunatic

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Antw: HP-UX Risc - Virtuelle Festplatte
« Antwort #11 am: 19. Oktober 2019, 11:31:35 »
egal welche Lösung, müsste man ja erstmal rausfinden, welches HP-UX auf der originalen 712 drauf war.
Falls HP-UX 10.20, dann kann man z.B. eine von den C3650 bei Ebay besorgen: 53,55 EURO. Die C3700 und neuer läuft nur noch mit HP-UX 11.00 oder neuer. Eine C3XXX hat einfach nur Vorteile: viel (ja, sehr viel...VIEEEEL) schneller als eine 712, viel mehr RAM, USB, SCA SCSI, eine Grafikkarte, die was taugt...

Aber alles sind unbrauchbare Überlegungen, solange man nicht weiss, was in dem backup drin ist, ob man das überhaupt lesen kann und ob man die Software da extrahieren kann. Wenn man Pech hat, dann ist die software noch auf die Ethernetadresse des Originalrechners lizensiert und gelockt.