Autor Thema: Kompilierleitfaden  (Gelesen 2786 mal)

Offline töfte

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Kompilierleitfaden
« am: 25. August 2006, 13:06:33 »
Ich hatte es vor längerer Zeit schon einmal angekündigt, hier ist er: Kompilierleitfaden #1  ::)
(Kompilierleitfaden #1 ist speziell auf 64bit-powerpc-Maschinen ausgerichtet)

Dieser Leitfaden soll (meiner Erfahrung nach) alle Interessierten dazu befähigen, C/C++(Opensource-)Quelltexte auf ihren jeweiligen PowerPC-Maschinen zu kompilieren.

(1) Was man braucht
1.1 PowerPC-Maschine oder Zugriff auf solche
1.2 root- oder sys-Rechte
1.3 Internetanschluß,
1.4 man sollte C/C++ lesen und Shellscripte verstehen können

(2) Setup
2.1 AIX installieren, sofern noch nicht erfolgt
2.2 das libm-Paket von den Inst.-Cd's nachinstallieren -->Achtung: dies ist ziemlich wichtig, da einiges an Software auf bestimmte math-Funktionen wie z.B. sqrt etc. beim Kompilieren zugreift, und dann die dollsten Fehler passieren
2.3 folgende Pakete von der IBM Tollbox for Linux-Webseite runterladen:
     gmake oder make 3.8 (wie's auch immer heißt),
     gcc 4.0
     gcc c++
     libgcc
     libstdc++-devel
     libstdc++
2.4 In dieser Reihenfolge mit rpm -i installieren gcc libgcc gcc c++ libstdc++-devel libstdc++ make
Wenn man diese Reihenfolge nicht befolgt, ist es auch nicht schlimm, logischerweise gibt es aber Abhängigkeiten zw.  den libs und den Kompilern.

Wenn ich mich recht entsinne, sollte das auch alles sein.

(3) Einrichten der Umgebung
3.1 Shell der Wahl aufmachen (ich nutze die Korn-Shell von AIX)
3.2 Umgebungsvariablen wie folgt setzen:
     OBJECT_MODE=64
     CC=gcc -O3 -maix64 -mpowerpc64 -mtune=power3
     CXX=g++ -O3 -maix64 -mpowerpc64 -mtune=power3
          Anmerkung:: treten beim Linken toc-overflow-Fehler auf, KÖNNTE -mminimal-toc o.ä. helfen, schaut selbst    in der gcc-Dokumentation nach oder googelt
3.3 TERM=vt320 setzen - dies ist nur nötig, wenn man wie ich über  rlogin seriell eingeloggt ist und 'on the fly' smit aufrufen muß, um Dinge nachzuinstallieren oder so. smit's Navigation funktioniert nicht richtig wenn man eine Standardkonsole oder ungesetzte TERM-Variable hat

Ist die Umgebung eingerichtet, kann's dann eigentlich auch losgehen. Ein paar kleinere Projekte wie z.B. Openssl hab ich mit diesen Einstellungen einwandfrei durchkompiliert.
Was ich nicht weiß ist, wie man diese Einstellungen sichert, so daß sie beim Systemstart gleich wieder zur Verfügung stehen. Vielleicht irgendein Admin da der das weiß ?
Naja, und wer keine Lust hat, die Optimierungen derart weit hochzudrehen, der kann (muß) die CC bzw CXX-Variablen bis auf das Flag aix64 nicht setzen.

Ich hoffe mal das ich nischt wesentliches vergessen habe, in diesem Sinne also: sei die Source mit Euch !  ;D
 
> uname -srp
SunOS 5.10 i386

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Kompilierleitfaden
« am: 25. August 2006, 13:06:33 »

alix

  • Gast
Re: Kompilierleitfaden
« Antwort #1 am: 26. August 2006, 21:07:18 »

hi,

bez. der variablen: das kommt natürlich auf deine shell an, aber wenn wir von ksh ausgehen kannst du in der .profile des entsprechenden users mit export BLA=<...> die variablen setzen.


grüße, alex